FDP-Spitzenkandidatin sagt Debatte mit Hagen wegen Junger Freiheit ab
Hiltrud JockelFDP-Spitzenkandidatin sagt Debatte mit Hagen wegen Junger Freiheit ab
Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit dem FDP-Bundesgeschäftsführer Martin Hagen abgesagt. Als Grund für ihren Rückzug nannte sie Bedenken wegen eines Interviews, das Hagen der Zeitung Junge Freiheit gegeben hatte. Der Schritt stößt bei Kritikern der FDP auf Zustimmung.
Der Streit dreht sich um Hagens jüngstes Gespräch mit der Jungen Freiheit. Döring kritisierte die politische Ausrichtung des Blattes und lehnte es ab, mit ihm gemeinsam aufzutreten. Zudem wollte sie Wähler davon abhalten, Hagen in seiner Funktion zu unterstützen.
Die FDP gerät zunehmend unter Druck wegen ihrer Verbindungen zur Jungen Freiheit. Andere Parteimitglieder, darunter Alexander von Stahl, haben für die Zeitung geschrieben oder sie vor Gericht verteidigt. Von Stahl setzte sich erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht für das Blatt ein.
Die Probleme der Partei haben sich in den letzten Jahren verschärft. Bei der Bundestagswahl 2025 verließen fast 900.000 Wähler die FDP und wandten sich stattdessen der AfD zu. Dieser Wandel hat die Partei in eine existenzielle Krise gestürzt.
Dörings Entscheidung unterstreicht die innerparteilichen Spannungen der FDP über ihre politischen Verknüpfungen. Die Absage könnte das öffentliche Bild der Partei prägen. Gleichzeitig verdeutlicht sie den größeren Trend, dass Wähler in jüngsten Wahlen von der FDP zur AfD überlaufen.






