18 March 2026, 06:20

Fake-Profile auf Social Media: Immer mehr Bürgermeister kämpfen gegen digitale Identitätsdiebe

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht vor einer Wand in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Internetverbots.

Fake-Profile auf Social Media: Immer mehr Bürgermeister kämpfen gegen digitale Identitätsdiebe

Falsche Social-Media-Profile: Immer mehr Bürgermeister in Deutschland betroffen

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Mehrere Bürgermeister in Deutschland sehen sich mit einem wachsenden Problem konfrontiert: gefälschte Social-Media-Profile. Diese Fake-Accounts werben häufig für dubiose Finanzdienstleistungen oder Versicherungsbetrug und überlassen den echten Amtsträgern die Bewältigung der Folgen. Zwar steht der Verdacht auf Betrug im Raum, doch die genauen Motive hinter den Fälschungen bleiben unklar.

Betroffen sind unter anderem Markus Ibert aus Lahr und Matthias Bauernfeind aus Buhl. Die falschen Profile fallen oft durch eine geringe Follower-Zahl oder minimale Abweichungen im Namen der Bürgermeister auf. Weitere betroffene Kommunalpolitiker sind Martin Aßmuth, Günter Pfundstein, Dijana Opitz, Sven Müller und Stefan Hattenbach.

Bürgermeister können zwar die Löschung der Fake-Profile beantragen, doch der Prozess gestaltet sich für Nutzer mit kostenpflichtigen Accounts deutlich einfacher. Trotz der Risiken gelten Plattformen wie Facebook und Twitter (heute X) für viele als unverzichtbar, um schnell Informationen zu verbreiten. Gleichzeitig sind Beleidigungen und Hasskommentare weit verbreitet – 45 Prozent der Bürgermeister berichten von solchen Vorfällen.

Die Polizei in Offenburg hat bisher noch keine Ermittlungen eingeleitet. Zwar wird politische Einflussnahme nicht ausgeschlossen, doch gibt es dafür bisher keine Belege. Aktuelle Zahlen, wie viele Bürgermeister in Deutschland im vergangenen Jahr betroffen waren, liegen nicht vor.

Die Situation zwingt die Kommunalpolitiker zu einem schwierigen Spagat zwischen digitaler Präsenz und Sicherheit. Während sich die falschen Profile – oft in Verbindung mit Finanzbetrug – weiter ausbreiten, gibt es seitens der Behörden noch keine offiziellen Schritte. Vorerst müssen die Betroffenen das Problem selbst in die Hand nehmen oder sich auf die Richtlinien der Plattformen verlassen.

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