22 March 2026, 12:24

Dorothea Haller-Laible erhält Kasachstans höchsten Orden für ihre diplomatische Brückenfunktion

Ein Plakat mit einer gelb-schwarzen gestreiften Flagge mit einem grünen und gelben Streifen und dem Text "König Wilhelm II von Württemberg" unten.

Dorothea Haller-Laible erhält Kasachstans höchsten Orden für ihre diplomatische Brückenfunktion

Dorothea Haller-Laible ist mit dem höchsten Orden Kasachstans für Ausländer ausgezeichnet worden: dem Dostyk-Orden (Orden der Freundschaft) erster Klasse. Die Ehrung würdigt ihr zweijähriges Wirken als Ehrenkonsulin, durch das sie die Beziehungen zwischen Kasachstan und Baden-Württemberg maßgeblich gestärkt hat. Bei einer Feier in der Staatsgalerie Stuttgart wurden ihre Verdienste in Diplomatie, Wirtschaft und kulturellem Austausch gewürdigt.

Haller-Laibles Karriere umfasst Wirtschaft, Politik und Diplomatie. 1969 gründete sie die Haller KG, ein Logistikunternehmen, das unter ihrer Führung zu einem internationalen Betrieb mit 120 Mitarbeitenden wuchs. Von 1988 bis 1995 leitete sie den Verband der Unternehmer Baden-Württemberg und blieb bis 2004 Mitglied im Bundesvorstand. Zudem engagierte sie sich in führenden Positionen beim Bund der Steuerzahler und der Volksbank Stuttgart.

Seit ihrer Ernennung zur Ehrenkonsulin im Jahr 2005 prägt sie die kasachisch-deutschen Beziehungen entscheidend mit. Unter ihrer Ägide stieg der bilaterale Handel zwischen Baden-Württemberg und Kasachstan von 150 Millionen Euro im Jahr 2005 auf über 600 Millionen Euro bis 2023 an. Sie organisierte 2008 das Baden-Württemberg-Kasachstan-Wirtschaftsforum und begleitete Handelsdelegationen in den Jahren 2010, 2015 und 2022. Auf ihre Initiative geht auch eine 2017 geschlossene Partnerschaft im Bereich Innovation und Technologietransfer zurück.

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Bei der Verleihungszeremonie hielten Botschafter Kairat Sarybay, der von 2003 bis 2007 in Deutschland tätig war, und der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Prof. Dr. Wolfgang Schuster Reden. Beide betonten ihr unermüdliches Engagement für die Vertiefung der wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen. Kasachische Musiker, darunter das Ensemble "Orda" aus Burabai, bereicherten die Feier mit traditioneller Folkloremusik, während Botschafter Sarybay dem deutschen Publikum kasachische Instrumente vorstellte.

Zu den Gästen zählten Staatsvertreter, Diplomaten, Wirtschaftsführer sowie Mitglieder der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft. Viele waren gekommen, um ihre Verdienste um den Handel, gemeinsame Projekte in den Bereichen Maschinenbau und erneuerbare Energien sowie die langjährige kulturelle Zusammenarbeit zu ehren.

Der Dostyk-Orden unterstreicht Haller-Laibles bleibenden Einfluss auf die kasachisch-deutschen Beziehungen. Ihr Wirken hat den Handel ausgeweitet, Investitionen gefördert und das gegenseitige kulturelle Verständnis zwischen beiden Regionen vertieft. Die Feier in Stuttgart machte deutlich, wie sehr sie in den vergangenen 20 Jahren als Brückenbauerin zwischen Baden-Württemberg und Kasachstan gewirkt hat.

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