Deutsche Telekom und Metzler nutzen Ökostrom-Überschuss für Bitcoin-Mining
Hans-Herbert ReinhardtDeutsche Telekom und Metzler nutzen Ökostrom-Überschuss für Bitcoin-Mining
Deutsche Telekom und Bankhaus Metzler starten Pilotprojekt "Digitale Monetäre Photosynthese"
Deutsche Telekom und das private Bankhaus Metzler haben ein neues Pilotprojekt mit dem Namen Digitale Monetäre Photosynthese ins Leben gerufen. Die Initiative nutzt überschüssige Energie aus Solar- und Windkraftanlagen zum Schürfen von Bitcoin. Ziel ist es, die deutschen Stromnetze zu stabilisieren, indem Angebot und Nachfrage besser aufeinander abgestimmt werden.
Verantwortet wird das Projekt von der Abteilung für digitale Transformation und Nachhaltigkeit der Deutschen Telekom. Die technischen Abläufe des Bitcoin-Minings übernimmt die Metis Solutions GmbH, während die Telekom-Tochter MMS den Betrieb steuert. Das Prinzip: Überschüssiger Ökostrom wird in digitalen Wert umgewandelt. Produzieren Solar- oder Windparks mehr Strom als benötigt, können die Bitcoin-Miner ihre Aktivität hochfahren. Diese Flexibilität hilft, Energieverschwendung zu vermeiden und entlastet gleichzeitig das Stromnetz.
Für das Bankhaus Metzler dient das Projekt als Plattform, um weitere Geschäftsmöglichkeiten mit digitalen Vermögenswerten zu erkunden. Zudem könnte der Pilot die breitere Nutzung von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft vorantreiben.
Immer mehr Unternehmen und Regierungen suchen nach Wegen, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen. Das Vorhaben passt in diesen Trend und bietet eine praktische Lösung für die Bewirtschaftung von Überschussstrom aus Ökoenergie. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie Bitcoin-Mining die Integration erneuerbarer Energien unterstützen kann. Durch die Anpassung der Schürfaktivitäten an die Schwankungen im Stromnetz tragen die Miner zur Netzstabilität bei. Bei Erfolg ließe sich das Modell auf andere Regionen und Branchen übertragen.






