Deutsche Bahn modernisiert ICE-Strecken – doch Reisende leiden unter massiven Einschränkungen
Sepp KraushaarDeutsche Bahn modernisiert ICE-Strecken – doch Reisende leiden unter massiven Einschränkungen
Deutsche Bahn treibt umfangreiche Modernisierung auf stark frequentierten Hochgeschwindigkeitsstrecken voran
Die Deutsche Bahn modernisiert derzeit einige der meistgenutzten ICE-Strecken Deutschlands – doch die Bauarbeiten bringen für Reisende zwischen wichtigen Großstädten erhebliche Verspätungen und Einschränkungen mit sich. Zwei zentrale Verbindungen – die Strecken Berlin–Hamburg und Hannover–Berlin – werden grundlegend saniert, wobei die Arbeiten voraussichtlich bis spät in das Jahr 2024 andauern.
Auf der Strecke Berlin–Hamburg laufen die Bauarbeiten bereits seit August des vergangenen Jahres. Fast ein Jahr lang mussten Fahrgäste mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr leben. Nun rechnet die Bahn damit, die Strecke erst Mitte Juni wieder in Betrieb nehmen zu können – später als ursprünglich geplant.
Ab dem 2. Oktober verlagert sich der Fokus auf die Verbindung Hannover–Berlin. Fast zweieinhalb Monate lang werden Gleise erneuert, Oberleitungen instand gesetzt und Stellwerkstechnik modernisiert. Die Arbeiten sollen bis zum 12. Dezember abgeschlossen sein, doch weitere Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.
Während dieser Zeit wird der ICE-Verkehr zwischen Hannover und Berlin auf nur noch eine Verbindung pro Stunde reduziert. Die Fahrzeiten verlängern sich um bis zu 80 Minuten. Auch die Strecke Amsterdam–Berlin ist betroffen: Hier verkehrt nur noch alle vier Stunden ein Zug, und die Reise dauert bis zu 70 Minuten länger als sonst.
Gänzlich eingestellt wird vorübergehend die ICE-Verbindung über Kassel auf der Strecke Braunschweig–Frankfurt. Wolfsburg verliert bis zum Abschluss der Bauarbeiten komplett den Fernverkehr.
Die Bahn begründet die Einschränkungen mit der Notwendigkeit einer umfassenden Modernisierung ihrer am stärksten belasteten Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Die Sanierungen folgen auf Jahre der Kritik an Verspätungen und maroder Infrastruktur auf diesen stark frequentierten Korridoren.
Fahrgäste auf der Strecke Berlin–Hamburg können ab Mitte Juni wieder mit einem regulären Fahrplan rechnen. Wer jedoch zwischen Hannover und Berlin unterwegs ist, muss bis mindestens Dezember mit weniger Zügen und längeren Fahrzeiten leben. Langfristig sollen die Maßnahmen die Zuverlässigkeit auf zwei der wichtigsten Eisenbahnverbindungen Deutschlands deutlich verbessern.






