25 June 2026, 12:16

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht der chinesischen Wissenschaftsspionage

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht der chinesischen Wissenschaftsspionage

CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken in schwerem Verdacht der Verstrickung in chinesische Wissenschaftsspionage

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Befürchtet wird, dass durch Kooperationen mit chinesischen Forschenden sensible Daten und Fachwissen nach China transferiert wurden. Das einst als „Kronjuwel der saarländischen Forschung“ gefeierte Institut steht nun unter massivem Druck.

Erstmals hatte eine Untersuchung des Handelsblatts auf die potenziellen Risiken hingewiesen, die mit den Partnerschaften des CISPA verbunden sind. So bestand eine Forschungsgruppe aus 19 Mitgliedern, von denen 18 chinesischer Herkunft waren. Eine weitere Gruppe setzte sich ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftler:innen zusammen – einige mit Verbindungen zu kritischen Einrichtungen in China.

Als Reaktion darauf ordnete Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger eine externe Prüfung an, um die Vorwürfe zu untersuchen. Der Institutsleiter Michael Backes wurde vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, was er selbst unterstützte. Die Sonderprüfung begrüßte er als notwendigen Schritt.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das 90 Prozent des CISPA-Budgets finanziert, will abwarten, bis die Ergebnisse der Prüfung vorliegen, bevor es Stellung bezieht. Trotz der Kontroverse laufen die Pläne für einen neuen, 350 Millionen Euro teuren CISPA-Neubau weiter.

Die Sonderprüfung wird über das weitere Vorgehen beim CISPA und seiner Führung entscheiden. Die Ergebnisse werden auch die Entscheidungen der großen Geldgeber beeinflussen, darunter das BMBF. Das Ergebnis könnte sowohl den Ruf des Instituts als auch seine künftigen Kooperationen prägen.

Quelle