Bruchsaler Start-up Klar2O revolutioniert Wasserfilter gegen Nanoplastik und Ewigkeitschemikalien
Vladimir DöhnBruchsaler Start-up Klar2O revolutioniert Wasserfilter gegen Nanoplastik und Ewigkeitschemikalien
Klar2O, ein Start-up aus Bruchsal, sichert sich 4,5 Millionen Euro in Series-A-Finanzierung, um seine Wasserfiltrationstechnologie auszubauen. Das Unternehmen setzt mit seiner patentierten Smart Surface Technology auf die Bekämpfung von Mikro- und Nanoplastik sowie schädlichen "Ewigkeitschemikalien" im Trinkwasser. Aktuelle Studien zeigen, dass Flaschenwasser im Schnitt 240.000 Plastikpartikel pro Liter enthält – 90 Prozent davon Nanoplastik, winzige Teilchen, die ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen könnten.
Die Finanzierungsrunde wurde von der FMC Beteiligungs KG Bremen angeführt. Klar2O will die Mittel nutzen, um die Produktion hochzufahren und internationale Märkte zu erschließen. Ziel ist es, neue Maßstäbe für sauberes Trinkwasser zu setzen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern kombiniert die Smart Surface Technology von Klar2O starke Adsorption mit minimalem Druckverlust. Sie bindet Nanoplastik gezielt, verbraucht dabei wenig Energie und ist damit sowohl effizient als auch nachhaltig. Anders als Einwegfilter ist das System von Klar2O regenerierbar und recycelbar.
Der Bedarf an solcher Technologie ist dringend: Nanoplastik, kleiner als ein Mikrometer, wurde bereits in menschlichem Blut, Urin und Organen nachgewiesen. Die Fähigkeit, biologische Barrieren zu durchdringen, wirft Fragen nach langfristigen Gesundheitsfolgen auf. Seit 2020 haben mehrere Unternehmen – darunter Oceanit (Hawaii, 2021), Microplastics Filter Inc. (USA, 2022) und AquaPure Tech (Europa, 2023) – ähnliche Filtrationsmethoden entwickelt. Doch Klar2Os Ansatz sticht durch Nachhaltigkeit und Präzision hervor.
Mit den frischen 4,5 Millionen Euro wird das Start-up nun die Produktion beschleunigen und die globale Verbreitung seiner Filtertechnologie vorantreiben. Langfristig strebt Klar2O an, zum Standard für hochwertige Wasseraufbereitung zu werden. Angesichts der zunehmenden Plastikbelastung im Trinkwasser bietet die Lösung einen Weg, die Exposition gegenüber schädlichen Partikeln zu verringern.






