17 March 2026, 18:24

Bildungspaket in Baden-Württemberg: Warum jedes sechste Kind leer ausgeht

Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" mit Text und Bildern.

Bildungspaket in Baden-Württemberg: Warum jedes sechste Kind leer ausgeht

Eine neue Studie offenbart deutliche regionale Unterschiede beim Zugang von Kindern in Baden-Württemberg zum Bildungs- und Teilhabepaket. Während einige Landkreise eine hohe Inanspruchnahme verzeichnen, melden andere alarmierend niedrige Zahlen. Kritiker bemängeln, dass komplizierte Antragsverfahren viele anspruchsberechtigte Familien ohne Unterstützung lassen.

In Freiburg erhalten mindestens 44,2 Prozent der Kinder Leistungen aus dem Paket. Doch schon in der Nachbarschaft fallen die Zahlen stark ab: Im Landkreis Emmendingen sind es nur 11,7 Prozent, im Breisgau-Hochschwarzwald 15,1 Prozent und in Lörrach 12,0 Prozent. Spitzenreiter ist der Rems-Murr-Kreis mit einer Quote von 84,1 Prozent.

Bundesweit sieht die Lage noch düsterer aus – 83,6 Prozent der berechtigten Kinder gehen leer aus. Baden-Württemberg folgt diesem Trend: Nur jedes sechste Kind erhält die Leistungen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg kritisiert das Programm als überbürokratisiert und warnt, dass komplizierte Verfahren Kinder von Sport, Musikunterricht und Freizeitaktivitäten ausschließen.

Der Verband fordert nun ein vereinfachtes System. Statt sich durch bürokratische Hürden kämpfen zu müssen, schlägt er vor, die Leistungen als Pauschalbetrag an die Familien auszuzahlen.

Die Studie zeigt, wie stark der Wohnort eines Kindes dessen Zugang zu Förderung beeinflusst. Angesichts lauter werdender Reformforderungen gerät das aktuelle System unter Druck, die Bürokratie abzubauen. Ohne Änderungen könnten viele anspruchsberechtigte Familien weiterhin auf dringend benötigte Leistungen verzichten müssen.

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