25 June 2026, 22:17

BGL fordert radikale Reformen nach Chaos bei der Bahninfrastruktur

Verband der Güterbahnen fordert strenge Kontrolle über DB InfraGO

BGL fordert radikale Reformen nach Chaos bei der Bahninfrastruktur

Der Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL) fordert dringende Maßnahmen, um die anhaltenden Störungen in der Schieneninfrastruktur zu beheben. Der Verband warnt, dass sich wiederholende Ausfälle die Güterverkehrsunternehmen in einen Dauer-Krisenmodus versetzt hätten. Nun drängt er auf eine strengere staatliche Aufsicht über die DB InfraGO, den Betreiber der deutschen Schieneninfrastruktur.

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Landweit führte ein Versagen des GSM-R-Bahnfunksystems zu erheblichen Betriebsstörungen. An Christi Himmelfahrt sorgten mehrtägige Ausfälle dafür, dass Fahrpläne und Leitstellen nicht mehr erreichbar waren. Bei dem jüngsten Funkausfall fehlten zudem Notfallprotokolle, was die Lage weiter verschärfte.

Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, kritisierte die DB InfraGO scharf für den Umgang mit den betrieblichen Herausforderungen. Sie betonte die gravierenden Folgen für den Güterverkehr. Der Verband hat zudem den Verkehrsausschuss des Bundestags aufgefordert, Stabilisierungsmaßnahmen für die Schieneninfrastruktur vorrangig zu behandeln.

Um künftige Probleme zu vermeiden, schlägt der Verband die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur (BASchi) vor. Diese neue Behörde soll den InfrastrukturBetreiber direkt überwachen und steuern.

Die wirtschaftlichen Verluste der Güterverkehrsunternehmen durch die Störungen sind noch nicht absehbar. Zu den Forderungen des Verbands gehören sofortige Stabilisierungsmaßnahmen sowie langfristige Strukturreformen. Damit sollen künftige Risiken verringert und die Zuverlässigkeit des Schienengüterverkehrs verbessert werden.

Quelle