22 March 2026, 10:20

Betrügerischer Bußgeldbescheid aus Frankreich: Wie ein Deutscher zum Opfer wurde

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Betrügerischer Bußgeldbescheid aus Frankreich: Wie ein Deutscher zum Opfer wurde

Ein deutscher Bürger, der nur als Herr S. bekannt ist, hat ein dubioses Bußgeldbescheid aus Frankreich erhalten. In dem Schreiben wird ihm vorgeworfen, zu schnell gefahren zu sein und eine unbezahlte Mautgebühr zu schulden. Doch das betreffende Fahrzeug gehört ihm nicht, und zum Zeitpunkt des angeblichen Verstoßes hielt er sich nicht in Frankreich auf.

Der Fall wirft Fragen nach Identitätsdiebstahl und betrügerischen Forderungen auf, die ahnungslose Bürger in ganz Europa treffen.

Herr S. bemerkte erstmals, dass etwas nicht stimmte, als er einen Brief mit der Aufforderung zur Zahlung eines Verkehrsverstoßes erhielt. Das Dokument besagte, er sei in Frankreich beim Rasen erwischt worden und müsse eine Mautgebühr begleichen. Doch schnell fielen ihm Ungereimtheiten auf: Die Fahrzeugzulassung stimmte nicht mit seiner überein, und in dem genannten Zeitraum war er nicht in Frankreich unterwegs.

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Da er einen Phishing-Versuch oder Identitätsdiebstahl vermutete, handelte Herr S. umgehend. Er erstattete Anzeige bei der Polizei und sperrte seine Online-Ausweisfunktion über die Hotline 116 116. Die Behörden gehen davon aus, dass seine persönlichen Daten gestohlen und missbräuchlich verwendet wurden.

Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen", das Opfern grenzüberschreitender Rechtsbetrügereien zur Seite steht, rät in solchen Fällen zur Vorsicht. Es empfiehlt, die Echtheit eines Bescheids vor einer Reaktion zu überprüfen. Falls Angaben falsch erscheinen, sollten Empfänger über die in den Schreiben genannten offiziellen Webseiten formell Widerspruch einlegen. Die Organisation warnt zwar davor, unbegründete Forderungen zu begleichen, betont aber, dass das Ignorieren der Briefe zu weiteren Problemen führen könnte.

Für zusätzliche Sicherheit rät "Gerechtigkeit ohne Grenzen" dazu, digitale Kopien von Ausweisdokumenten nur im absoluten Notfall zu versenden. Zudem sollte man die Unterlagen mit einem Wasserzeichen schützen, um Missbrauch zu verhindern. Seit 2023 hat das Projekt rund 1.900 Anfragen bearbeitet und über 700 Erstberatungen mit zweisprachigen Rechtsexperten organisiert – kostenlos für Betroffene.

Herr S. hat nach Erhalt des betrügerischen Bußgeldbescheids Maßnahmen zum Schutz ergriffen. Sein Fall zeigt, wie real die Gefahr von Identitätsdiebstahl ist und wie wichtig es ist, verdächtige Forderungen zu überprüfen. Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen" unterstützt weiterhin Opfer, bietet rechtliche Beratung an und hilft ihnen, unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Quelle