31 May 2026, 10:17

Betrug auf Online-Kleinanzeigen: Wie Kriminelle Käufer und Verkäufer täuschen

Falsche Zahlung, Rührselige Geschichte, Phishing: Wie man Betrug auf Kleinanzeigen erkennt

Betrug auf Online-Kleinanzeigen: Wie Kriminelle Käufer und Verkäufer täuschen

Online-Kleinanzeigen – ein täglicher Marktplatz für Millionen in Deutschland

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit über 50 Millionen aktiven Anzeigen und 35 Millionen monatlichen Nutzern ist die Plattform – heute im Besitz der Adevinta Group – sowohl ein Eldorado für Schnäppchenjäger als auch ein Tummelplatz für Betrüger. Kriminelle nutzen geschickte Maschen, um das Vertrauen von Käufern und Verkäufern auszubeuten.

Eine weitverbreitete Betrugsmasche ist der Dreiecksbetrug, bei dem Gauner Waren anbieten, die ihnen gar nicht gehören. Sie verwenden gestohlene Zahlungsdaten oder gekaperte Konten und machen ahnungslose Opfer oft unfreiwillig zu Komplizen. Eine andere gängige Methode: Betrüger geben sich als Käufer aus, behaupten, bereits bezahlt zu haben, und drängen Verkäufer mit gefälschten Belegen zur sofortigen Lieferung.

Unehrliche Verkäufer locken zudem mit begehrten Artikeln zu verdächtig niedrigen Preisen. Sie bestehen auf Vorauszahlungen per Überweisung oder mit Geschenkkarten – und lassen Käufer am Ende ohne Ware dastehen. Manche Betrüger erfinden rührselige Geschichten, um Mitleid zu erwecken und ungewöhnliche Zahlungsbedingungen oder überstürzte Lieferungen zu rechtfertigen.

Auch Phishing bleibt eine große Gefahr: Kriminelle verschicken scheinbar seriöse Links zu gefälschten Zahlungs- oder Käuferschutzseiten, um persönliche und finanzielle Daten abzugreifen. Ein weiteres Warnsignal ist künstlich erzeugter Zeitdruck – Betrüger erfinden Notlagen oder nutzen übertrieben formelle Sprache, um Opfer zu übereilten Entscheidungen zu drängen.

Trotz aller Warnungen halten sich diese Betrugsmuster hartnäckig und zielen auf Käufer wie Verkäufer ab. Die enorme Reichweite der Plattform macht sie zu einem bevorzugten Ziel für Kriminelle. Nutzer sollten wachsam bleiben, Zahlungseingänge prüfen und ungewöhnliche Anfragen meiden. Die Behörden beobachten die Entwicklung, doch letzlich ist Eigeninitiative der beste Schutz vor den immer wiederkehrenden Betrugsversuchen.

Quelle