Bayerns Frauen halten Barcelona mit 1:1 in Schach – doch zwei Rote Karten trüben den Erfolg
Hans-Herbert ReinhardtBayerns Frauen halten Barcelona mit 1:1 in Schach – doch zwei Rote Karten trüben den Erfolg
FC Bayern Münchens Frauen erkämpfen ein hart umkämpftes 1:1 gegen Barcelona im Champions-League-Rückspiel
Vor 31.000 Zuschauern – einem neuen Rekord im Münchner Stadion – endete das Spiel mit zwei Roten Karten, die das nächste Duell beeinflussen werden. Trotz eines frühen Rückstands und der deutlichen 1:7-Niederlage im Hinspiel gelang es dem FC Bayern, die Spanierinnen in Schach zu halten.
Barcelona ging früh in Führung, als Ewa Pajor einen Abwehrfehler ausnutzte. Ein Positionsspielhler von Giulia Gwinn ermöglichte Pajor in der 8. Minute den Treffer, der die Münchnerinnen unter Druck setzte.
Die Hausherrinnen kämpften sich zurück, wobei Pernille Harder eine Schlüsselrolle beim Ausgleich spielte. Franziska Kett glich in der 69. Minute endlich aus und gab dem FC Bayern damit neuen Auftrieb.
Doch die Partie nahm eine dramatische Wende: In der 79. Minute sah Kett die Rote Karte, nachdem sie Barcelonas Salma Paralluelo an den Haaren gezogen hatte. Kurz darauf folgte Trainer José Barcala mit der zweiten Gelb-Roten Karte wegen Protests gegen die Schiedsrichterentscheidung. Bianca Rech, Sportdirektorin der Bayern-Frauen, bezeichnete Kett's Platzverweis später als ungerechtfertigt.
Trotz der Rückschläge zahlte sich die defensive Taktik der Münchnerinnen aus. Anders als im Hinspiel, als sie mit 1:7 untergingen, ließen sie Barcelona diesmal vor der größten Champions-League-Kulisse ihrer Vereinsgeschichte nur ein Tor zu.
Das Unentschieden bedeutet, dass Bayern im nächsten Spiel auf Kett und Barcala verzichten muss. Die Abwesenheit beider zwingt die Mannschaft zu Umstellungen – sowohl auf dem Platz als auch auf der Bank. Nun steht das Team vor einer schweren Aufgabe, wenn es im Wettbewerb erneut auf Barcelona trifft.






