Baden-Württemberg testet netzfreundliche Integration von Elektro-Lkw-Flotten
Sepp KraushaarBaden-Württemberg testet netzfreundliche Integration von Elektro-Lkw-Flotten
Ein neues Innovationsprojekt in Baden-Württemberg erprobt, wie große Flotten von Elektro-Lkw in das Stromnetz integriert werden können. Unter dem Namen FlexCharge BW – NETZlabor E-Lkw testet das Vorhaben, wie Logistikunternehmen, Ladestationen und netzreaktive Technologien den Netzbedarf steuern können.
Das von Netze BW geleitete Projekt untersucht, wie gewerbliche E-Fahrzeuge die Netzlast an zentralen Anschlusspunkten beeinflussen. Zwei Speditionen – Stickel Transport und Logistik Schmitt – beteiligen sich an den Feldtests. Stickel Transport kombiniert netzgeführte Ladung mit dynamischen Strompreisen und setzt dabei zehn Elektro-Lkw ein. Logistik Schmitt hingegen koordiniert das Laden über mehrere Standorte hinweg und betreibt rund 50 batteriebetriebene Nutzfahrzeuge.
Im Rahmen des Projekts werden 20 Schnellladestationen und 40 Elektro-Lkw eingesetzt. Die Forscher analysieren, wie sich durch Anpassung der Ladeleistung und -zeiten die Belastung des lokalen Netzes verringern lässt. Zudem werden beschleunigte Netzanschlüsse für gewerbliche Flotten erprobt.
Für beide Partner werden dynamische Ladepläne entwickelt. Die Initiative läuft bis Dezember 2026.
Die Erkenntnisse aus FlexCharge BW könnten künftige Richtlinien für die Integration von Elektro-Lkw prägen. Durch die Erprobung praxistauglicher Lösungen soll das Projekt den Netzbetrieb erleichtern, während gewerbliche Flotten auf Elektroantrieb umstellen. Die Ergebnisse werden von der Logistik- und Energiewirtschaft mit großem Interesse verfolgt.






