28 March 2026, 14:26

Baden-Württemberg geht mit Hausbesuchen gegen Rechtsextremismus vor

Plakat mit fettem schwarzem Text "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf weißem Hintergrund mit schwarzem Rahmen.

Baden-Württemberg geht mit Hausbesuchen gegen Rechtsextremismus vor

Behörden in Baden-Württemberg intensivieren Kampf gegen Rechtsextremismus durch direkte Ansprache

Am 8. und 9. April 2025 haben Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA BW) und der Polizeidirektion Stuttgart im Rahmen einer gezielten Aktion Personen aufgesucht, die mit rechtsextremistischen Gruppen in Verbindung stehen. Ziel der Besuche war es, Unterstützung anzubieten – insbesondere für diejenigen, die sich von rechtsextremen Ideologien und Netzwerken distanzieren möchten.

Die Initiative ist Teil des konex-Programms, einer Deradikalisierungsmaßnahme des Kompetenzzentrums gegen Extremismus. Seit dem Start im Jahr 2015 wurde das Programm auf alle Formen von religiös und politisch motiviertem Extremismus ausgeweitet. Wie die Polizeidirektorin Bettina Rommelfanger, die das Programm leitet, erläuterte, setzt konex auf individuelle Ansätze – darunter auch Hausbesuche, um gefährdete Personen direkt zu erreichen.

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Die Angebote von konex sind kostenlos, freiwillig und vertraulich. Betroffene können sich per E-Mail an [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr an das Ausstiegsberatungsteam wenden. Der Leitende Kriminaldirektor Andreas Taube, Leiter des Staatsschutz- und Antiterrorzentrums (SAT BW), betonte, dass die Beratung ein zentrales Instrument zur Extremismusprävention darstelle.

Seit dem 1. Januar 2025 ist konex organisatorisch dem SAT BW innerhalb des LKA BW zugeordnet. Zwar liegen für 2025 noch keine genauen Zahlen vor, doch Berichten zufolge fanden auch zu Beginn des Jahres 2026 weitere Besuche statt, bei denen einige Betroffene Folgehilfen annahmen. Für Medienanfragen steht die Pressestelle des LKA BW unter der Leitung von Kriminaloberrätin Schröder unter [email protected] oder telefonisch unter 0711 / 5401-2044 zur Verfügung.

Das Programm bietet weiterhin maßgeschneiderte Hilfe für alle, die extremistische Milieus verlassen möchten. Die Behörden betonen, dass das Angebot streng freiwillig bleibt und ohne Kosten in Anspruch genommen werden kann. Im Rahmen der laufenden Präventionsbemühungen in der Region sind weitere Anspracheaktionen geplant.

Quelle