05 April 2026, 10:19

Baden-Württemberg baut seit 2015 ein einzigartiges Netzwerk gegen Extremismus auf

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textanmerkungen zeigt.

Baden-Württemberg baut seit 2015 ein einzigartiges Netzwerk gegen Extremismus auf

Baden-Württemberg startete 2015 eine große Anti-Terror-Initiative, um Extremismus in der gesamten Region zu bekämpfen. Den Anfang machte ein Maßnahmepaket, das die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Polizei und zivilgesellschaftlichen Gruppen verbessern sollte. Mit der Zeit weitete sich das Programm aus und umfasste ein breiteres Spektrum an Bedrohungen – von islamistischem über rechtsextremen bis hin zu linksextremem und ausländischem Extremismus.

Der systematische Kampf des Landes gegen Extremismus begann im Februar 2015 mit dem Anti-Terror-Paket. Dieses sah unter anderem eine Aufstockung des Personals bei Polizei und Nachrichtendiensten vor und stärkte die Vernetzung bestehender Präventionsprogramme. Ein zentraler Baustein der Strategie war die Gründung des Kompetenzzentrums zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen islamistischen Extremismus (KPEBW), das dem Innenministerium für Digitalisierung und Migration angegliedert wurde.

Die Aufgabe des KPEBW bestand darin, die Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden, Kommunen und nichtstaatlichen Organisationen zu optimieren. Bis 2018 erweiterte sich sein Fokus über den islamistischen Extremismus hinaus, was zu einer Umbenennung in Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg führte – heute bekannt als konex. Noch im selben Jahr wurde sein Auftrag offiziell auf Rechtsextremismus ausgeweitet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit seiner Gründung hat konex über 500 Schulungen und Beratungen für lokale Behörden durchgeführt. Zudem arbeitete es mit NGOs wie der Amadeu Antonio Stiftung an Präventionsprojekten zusammen und knüpfte internationale Kontakte, etwa zum Radikalisierungs-Präventionsnetzwerk der EU (RAN) oder zur OSZE. Aktuell laufen Pläne, sein Tätigkeitsfeld weiter auszubauen, um künftig auch Linksextremismus und ausländischen Extremismus einzubeziehen.

Die Arbeit des Zentrums hat sich seit 2015 stetig weiterentwickelt – vom anfänglichen Schwerpunkt auf islamistische Gefahren hin zu einem ganzheitlichen Ansatz gegen alle Formen des Extremismus. Durch erweiterte Partnerschaften und kontinuierliche Fortbildungen stärkt konex weiterhin die Präventionsbemühungen in Baden-Württemberg. In der nächsten Phase soll sein Mandat noch mehr Bereiche abdecken, um den sich wandelnden Herausforderungen des Extremismus in der Region gerecht zu werden.

Quelle