Ausländische Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt boomen: 308 Prozent mehr in zehn Jahren
Sepp KraushaarAusländische Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt boomen: 308 Prozent mehr in zehn Jahren
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt stark gestiegen
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, stieg die Zahl der international Beschäftigten, die in die Sozialversicherung einzahlen, um 308 Prozent. Mittlerweile stammen fast 9 Prozent der Erwerbstätigen in der Region aus dem Ausland.
Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erhöhte sich die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 5.560 auf 68.420. Dies setzt einen langfristigen Trend fort: Von 2020 bis 2025 stieg die Anzahl der Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, um 3.492 – ein Plus von 43 Prozent.
Aktuell setzt jedes vierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt auf internationales Personal. Drei Viertel der Betriebe tun dies jedoch noch nicht. Größere Unternehmen stellen dabei eher ausländische Mitarbeiter ein als kleinere.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Notwendigkeit, diese Arbeitskräfte besser zu integrieren. Als Hauptgrund für ihre wachsende Bedeutung nennt er die demografischen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Ausländische Beschäftigte bilden inzwischen einen bedeutenden Teil der Erwerbsbevölkerung in Sachsen-Anhalt. Ihre Zahl steigt weiter an, insbesondere in größeren Unternehmen. Für die Betriebe und Behörden der Region sind sie ein entscheidender Faktor, um den künftigen Fachkräftebedarf zu decken.






