08 May 2026, 04:22

Asylanträge sinken – doch die Bundesregierung setzt auf umstrittene Grenzkontrollen

Liniengraph, der die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Asylanträge sinken – doch die Bundesregierung setzt auf umstrittene Grenzkontrollen

Asylanträge in Deutschland seit 2024 stark rückläufig – doch die Bundesregierung setzt auf umstrittene Zurückweisungen

Laut dem Migrationsexperten Gerald Knaus sind die Asylanträge in Deutschland seit 2024 deutlich gesunken. Den Rückgang führt er auf politische Veränderungen in Syrien zurück, insbesondere auf den Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024. Statt diese Entwicklung zu nutzen, konzentriere sich die Bundesregierung jedoch auf umstrittene Pushbacks an den Grenzen.

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Jahre lang hatten Deutschland und Österreich den Großteil der syrischen Flüchtlinge aufgenommen, die in der EU Schutz erhielten – vor 2024 waren es etwa 80 Prozent. Doch der aktuelle Rückgang der Anträge trifft diese beiden Länder besonders hart, wie Knaus betont.

Seit Mai 2025 setzt die Regierung Prioritäten bei Zurückweisungen an den Binnengrenzen – eine Maßnahme, die bereits 2015 von der rechtspopulistischen AfD gefordert worden war. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Anordnung vor einem Jahr erteilt, obwohl Knaus darauf hinweist, dass sie gegen EU-Recht verstoße und langfristig kaum Wirkung zeige.

Knaus kritisiert den Ansatz als nicht tragfähig: Die Pushbacks banden erhebliche Ressourcen, brächten aber wenig Erfolg. Der Rückgang der Asylbewerberzahlen sei vor allem auf die veränderte politische Lage in Syrien zurückzuführen – und nicht auf Grenzkontrollen.

Trotz begrenzter Wirkung bleibt die Pushback-Politik bestehen. Die Asyzahlen in Deutschland sinken weiter, getrieben von externen Faktoren rather als von innerstaatlichen Maßnahmen. Knaus’ Analysen deuten darauf hin, dass die aktuelle Strategie die tieferliegenden Ursachen von Migration nicht angeht.

Quelle