Airbus fordert rasche Entscheidung für neues Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Vladimir DöhnAirbus fordert rasche Entscheidung für neues Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Airbus drängt Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Aufruf erfolgt nach dem Scheitern des deutsch-französisch-spanischen FCAS-Programms (Future Combat Air System). Unternehmensvertreter warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklung noch stärker zurückwerfen könnten.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betonte die Dringlichkeit der Lage. Jeder Tag ohne klare Entscheidung bedeute verlorene Zeit für Forschung und Entwicklung, argumentierte er. Pretzl bestand darauf, dass die Luftwaffe dringend ein neues Kampfflugzeug benötige – und dass Deutschland über die notwendigen Mittel verfüge, um dies zu realisieren.
Gleichzeitig äußerte Pretzl Zuversicht in die Fähigkeiten von Airbus, ein eigenes Flugzeug zu entwickeln. Das Unternehmen verfüge bereits über das erforderliche Know-how, um ein solches Projekt zu leiten, so der Betriebsratschef.
Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, sprach sich für eine europäische Zusammenarbeit aus. Er unterstrich die Bedeutung einer Kooperation mit anderen Nationen bei künftigen Kampfflugzeugprojekten. Brandl wies zudem darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der nächsten Generation europäischer Kampfflugzeuge spielen könnten.
Das Scheitern des FCAS-Programms hat eine Lücke in den europäischen Verteidigungsplänen hinterlassen. Airbus fordert nun zügiges politisches Handeln, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Jedes neue Vorhaben wird voraussichtlich von grenzüberschreitender Zusammenarbeit und den industriellen Kapazitäten Deutschlands abhängen.






