29 June 2026, 10:16

AfD stagniert bei 20 Prozent – doch in Ostdeutschland bleibt sie stark

Güllner: Absolute AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt möglich

AfD stagniert bei 20 Prozent – doch in Ostdeutschland bleibt sie stark

Die Unterstützung für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) scheint ins Stocken geraten zu sein – ihr Wählerpotenzial könnte ausgeschöpft sein. Bundesweit wollen rund 20 Prozent der Wahlberechtigten die Partei wählen, weitere 8 Prozent ziehen dies in Erwägung.

In Westdeutschland könnten sich 24 Prozent der Wähler eine Stimme für die AfD vorstellen, in Ostdeutschland liegt der Anteil bei 41 Prozent. Dennoch erklären etwa 60 Prozent der Ostdeutschen, sich eine Wahl der Partei nicht vorstellen zu können.

Der Umfrageforscher Manfred Güllner hält es dennoch für möglich, dass die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September die absolute Mehrheit erringt. Gleichzeitig deutet er an, dass eine Mobilisierung der gemäßigteren Wähler dies verhindern könnte.

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Die SPD genießt unterdessen weiterhin hohes Ansehen: Fast die Hälfte der Deutschen schätzt die Partei. Ihr potenzielles Wählerreservoir wird auf 46 Prozent der Wahlberechtigten beziffert. Allerdings hat ihre Fokussierung auf Themen wie Mindestlohn und Bürgergeld viele Beschäftigte in stabilen Industriejobs entfremdet. Die Union aus CDU und CSU folgt mit einem potenziellen Wählerstamm von 45 Prozent dichtauf. Zwar wünschen sich nur wenige Deutsche ein Verschwinden der SPD, doch Unzufriedenheit mit Programm oder Führung hält manche von einer Unterstützung ab.

In den vergangenen Wochen hat die AfD an Zuspruch verloren, was auf eine mögliche Grenze ihres Wachstums hindeutet. SPD und Union verfügen zwar über eine breite Wählerbasis, doch politische Inhalte und Führungsfragen schmälern ihre Attraktivität. Die anstehende Wahl in Sachsen-Anhalt wird zeigen, ob die AfD ihre Unterstützung in eine Mehrheit umsetzen kann.

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