15 Millionen Euro für Quantensensoren: Wie QSens die Medizin revolutioniert
Hans-Herbert Reinhardt15 Millionen Euro für Quantensensoren: Wie QSens die Medizin revolutioniert
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem Zukunftscluster QSens weitere 15 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre bewilligt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Wettbewerbs Clusters4Future, der Spitzenforschung in innovativen Netzwerken unterstützt. Unter der Leitung der Universität Stuttgart widmet sich das Projekt QSens der Aufgabe, Quantensensortechnologien aus dem Labor in die industrielle Praxis zu überführen.
Im Zukunftscluster QSens arbeiten die Universitäten Stuttgart und Ulm gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, der Biotechnologie und der Pharmazie zusammen. In der ersten Phase entstand ein Innovationsnetzwerk, das Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, Mittelständler und Start-ups verknüpft. Ziel war es, Quantentechnologien aus der Grundlagenforschung in konkrete Anwendungen zu bringen.
In der nun anstehenden zweiten Phase liegt der Fokus auf biomedizinischen Sensoren. Zu den zentralen Vorhaben zählen die Entwicklung intelligenter Prothesensteuerungen, die Früherkennung von Krankheiten sowie der Nachweis schädlicher PFAS-Chemikalien. Quantensensoren sind bereits heute gefragt, da sie in verschiedenen Branchen extrem präzise Messungen ermöglichen.
Darüber hinaus plant der Cluster die Gründung eines eingetragenen Vereins und den Ausbau der Plattform Quantum4SME. Damit sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Zugang zu Reinraumlabors und hochmoderner Ausstattung ermöglicht werden. Die Initiative Clusters4Future, zu der fünf Cluster – darunter QSens – gehören, hat zum Ziel, den Wissens- und Technologietransfer zu beschleunigen und neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen.
Mit den frischen 15 Millionen Euro wird QSens die Entwicklung biomedizinischer Sensoren vorantreiben und KMU gezielt fördern. Die Arbeit des Clusters könnte zu Durchbrüchen in der Gesundheitsversorgung, der Umweltüberwachung und der industriellen Präzisionstechnik führen. Die nächsten drei Jahre werden zeigen, wie schnell diese Quantentechnologien den Markt erreichen.






